Ganzheitlichkeit

 

Die Ausrichtung unserer Praxis orientiert sich an dem Grundsatz der Ganzheitlichkeit. Wir identifizieren uns mit der Forderung, dass ganzheitliche Medizin in der Gesund-heitsversorgung den ganzen Menschen in seinem Lebens-kontext mit der Betonung von Subjektivität und Indivi-dualität betrachten soll.

 

Zu berücksichtigende Faktoren wären demnach die Einheit von Körper, Geist und Seele, Ideale und Wertvorstellungen des Patienten, seine Lebens-weise (Bewegung, Ernährung, Stress, Entspannung), die soziale Umwelt mit allen sozia-len Beziehungen (Partner, Familie, Beruf, Mitmenschen, Gesellschaft), die natürliche Um-welt (Wasser, Boden, Luft, Klima), die künstliche Umwelt (Wohnraum, Arbeitsplatz, Tech-nik) und nach teilweise vertretener Auffassung auch Übersinnliches (Religion, Glaube, Spiritualität).

 

 

 

Diesen Ansatz verfolgt global auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die seit dem Jahre 1946 eine ganzheit- liche Sichtweise für die Definition von Gesundheit zugrunde legt.

 

 

Sie definiert:

 

"Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.

       (Originaltext: "Health is a state of complete physical, mental and social wellbeing and not merely the absence of disease or infirmity")

 

Nun sollte sich jedoch niemand darüber wundern, dass, nach mehr als einem halben Jahrhundert, diese Ganzheitlichkeit in vielen Kliniken, Praxen und sonstigen Einrich-tungen unseres Gesundheitswesens immer noch verwaist ist.

 

Denn der große Philosoph Platon (427-347 v.Chr.), ein Zeitgenosse des Hippokrates, des berühmten Arztes der Antike, hatte bereits vor ca. 2500 Jahren (!!) die mangelnde Ganz- heitlichkeit angemahnt. Er schrieb:

"Denn es ist der größte Fehler bei der Behandlung der Krankheiten, dass Leib und Seele allzusehr voneinander getrennt werden, wobei sie doch nicht getrennt werden können.

Aber das gerade übersehen die Ärzte, und darum ent- gehen ihnen so viele Krankheiten; sie sehen nämlich nie- mals das Ganze.

Dem Ganzen sollten sie ihre Sorge zuwenden, denn dort, wo das Ganze sich übel befindet, kann unmöglich ein Teil gesund sein."